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Neues aus dem Stühlinger

Herzlich Willkommen im Stühlinger, dem lebhaften Herzen Freiburgs. Hier vereinen sich Traditionen, Geschichte und Zeitgeist zu einem der lebendigsten Flecken in Freiburg. Der Stadtteil ist geprägt von Vielseitigkeit und Wandel, steht aber auch für Besonnenheit und Beständigkeit. So ist mit dem Universitätsklinikum hier zum Beispiel der größte Arbeitgeber Südbadens zu Hause während die vielen Feste, Messen, Ausstellungen und Veranstaltungen für Abwechslung sorgen. Ob Stühlinger Kirchplatz, Eschholzpark oder E-Werk, Kunst und Kultur werden hier gepflegt und gelebt. Wer aber Ruhe sucht, der geht ans Dreisamufer und wer nicht zur Ruhe kommt, für den findet sich in den vielen Bars, Kneipen und Restaurants im Stühlinger immer ein Platz. Authentisch, Aktiv, Selbstbewusst. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 SPD-Stühlinger

 

Das neue Stühlinger Magazin ist da!

Liebe Stühlingerinnen und Stühlinger,

seit August 2014 hat der Stühlinger mit der „Uhrenstube“ in der Guntramstraße mit ihrem aktiven Uhrmachermeister Andreas Barth wieder einen neuen Handwerksbetrieb. Dass der Uhrmachermeister seinen Betrieb erfolgreich von Nürnberg in den Stühlinger verlegt hat, stärkt unseren Stadtteil in seinem Image als Handwerkerviertel. Wie schon verschiedentlich in der Vergangenheit bei einigen Handwerksbetrieben haben wir in dieser Ausgabe des Stühlinger MAGAZINs gemeinsam mit dem Uhrmachermeister einen typischen Dienstleistungsprozess „Reparatur einer Taschenuhr“ anschaulich dargestellt.

Bei Uhrmachern kommt es, wie bei vielen anderen Handwerkern auch, auf Genauigkeit, Präzision, Geduld und eben auch Kreativität an. Es sind Eigenschaften, die auch für Künstler wichtig sein können. Vielleicht Gründe dafür, dass im traditionellen Handwerkerviertel Stühlinger so viele Künstler leben oder sich vielfältige Kunsteinrichtungen befinden?

Wir stellen in dieser Ausgabe den Musiker und Maler Wim Mauthe in einem Interview vor, der am Lederleplatz wohnt und arbeitet. Der Künstler hat 1992 seinen Beruf als Zahnarzt aufgegeben, um sich seiner Berufung als Musiker und Maler zu widmen. Das temperamentvolle Multitalent feiert im August dieses Jahres seinen siebzigsten Geburtstag.

Vorbeigeschaut haben wir auch beim depot.K, einem gemeinnützigen Kunstprojekt, das bekannte und unbekannte Künstler ausstellt, fördert und Exponate darüber hinaus in Veranstaltungen mit Musik oder Lesungen einbindet. Es ist seit Mitte letzten Jahres in der früheren Videothek untergebracht, die zuvor ihre Pforten für immer geschlossen hat.

Kulturell interessant sind sicher auch zwei Vorstellungen des Aktionstheaters Pan.Optikum unter dem Titel „Power of diversiity“ auf dem Stühlinger Kirchplatz. Warum man sich die Termine vormerken muss, erläutern wir in einer Vorankündigung. Wir meinen sowieso seit jeher, dass der Stühlinger Kirchplatz stärker für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden soll. Plätze in der Stadt sind für die Menschen da und je mehr der Platz kulturell genutzt wird, umso angenehmer wird er für die Bewohner des Stühlingers sein.

Apropos Stühlinger Kirchplatz: Im Rahmen der diesjährigen Haushaltsberatungen hat der Gemeinderat beschlossen, dass die Sozialarbeit auf dem Stühlinger Kirchplatz eine Aufstockung um eine weitere 50-Prozent-Stelle erfährt.

Wir berichten auch kurz über den neu gewählten Vorstand der Stühlinger SPD. Die Vielfalt der Berufe der Vorstandsmitglieder zeigt: Die Stühlinger SPD spiegelt eine große Breite der Bevölkerung wider. Die Eintrittswelle im SPD-Ortsverein hat auch zu einer Erweiterung des Vorstandes geführt.

Bestürzung hat bei uns der Tod von Marion Tritschler, der langjährigen Quartiersarbeiterin in der Ferdinand-Weiß-Straße, ausgelöst. Sie ist überraschend am 21. April gestorben, nur wenige Monate nach ihrem Eintritt in den wohlverdienten Ruhestand. Der Vorsitzende des Quartiersrates Stühlinger, Hans-Christoph Stork, würdigt in einem Beitrag das Wirken von Marion Tritschler.

Ihr Rainer Simon

 

Die Stühlinger-SPD zu Besuch im Stuttgarter Landtag

Mit 35 Bürgerinnen und Bürgern aus dem Stühlingern sowie Mitgliedern aus dem Ortsverein ist die Stühlinger SPD zum Besuch des baden-württembergischen Landtags nach Stuttgart gefahren. Unsere Landtagsabgeordnete Gabi Rolland erläuterte uns die Aufgabe des Landtages und stellte die wöchentlichen Arbeitsabläufe von Abgeordneten dar.

Im Anschluss daran wurde die Besuchergruppe im Informationsturm des Stuttgarter Hauptbahnhofes über das Konzept von Stuttgart 21 und den Stand der Bauarbeiten informiert. Für viele Teilnehmer wurde dabei zum ersten Mal die Bedeutung und Komplexität des Projektes deutlich. Beim Besuch der Baustelle wurde über den bereits erzielten Baufortschritt informiert. In zwei Gruppen wurden jeweils durch eine kompetente Führung die Einzelbaumaßnahmen anschaulich erläutert.

 

Gedenkfeier der Stühlinger SPD zum 10.Mai

Wie jedes Jahr gedachte der SPD Ortsverein Stühlinger den 57 Toten des versehentlichen deutschen Fliegerangriffes auf den Stühlinger vom 10. Mai 1940. Am Gedenkstein auf dem Hildaspielplatz wurde von den beiden stellvertretenden Vorsitzenden der Stühlinger SPD, Urszula Piechota und Dr. Philip Kolb ein Blumengebinde niedergelegt und die Anwesenden, darunter auch Zeitzeugen, haben in einer Gedenkminute der Opfer gedacht. Dr. Philipp Kolb (rechts im Bild), ließ in seiner Ansprache die Ereignisse Revue passieren und erläuterte wie die Nazi-Propaganda den deutschen Angriff in zynischer Weise in einen „feigen alliierten Fliegerangriff“ ummünzte.  Angesichts des „kürzlich neueröffneten und nun sehr belebten Spielplatzes und meiner beiden eigenen Kinder, die heute dabei sind, geht es mir sehr nahe, dass damals hier 13 Kinder auf dem Spielplatz ums Leben gekommen sind“, betonte der stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende. Er wies daraufhin, dass die heutige friedliche Situation nicht selbstverständlich sei, sondern dass man sich dafür ständig engagieren müsse.

 

Starke Gemeinschaftsleistung am 1.Mai

„Wir haben heute wieder eine starke Gemeinschaftsleistung hingelegt“, war das Fazit des Vorsitzenden der Stühlinger SPD, Marko Glaubitz, zu dem Stand der Stühlinger bei der DGB-Feier zum 1.Mai auf dem Stühlinger Kirchplatz. Die Mitglieder des Ortsvereins hätten 38 Kuchen gebacken und rund 20 Mitglieder waren aktiv beim Verkaufen, Kaffeekochen, Abwaschen sowie beim Helfen für den Auf- und Abbau des Standes. Dafür hat sich Glaubitz bei den Mitgliedern herzlich bedankt. Trotz des schlechten Wetters, war die Stimmung gut und am Ende waren Kuchen und Kaffee vollständig ausverkauft.

 

Inhaltlich hat der Stühlinger SPD-Ortsverein am Stand eine Umfrage zu den Themen „Bedingungsloses Grundeinkommen“ und „Bedingungslose Mindestrente im Alter“ durchgeführt. Im Rahmen des Fragebogens wurde auch weitere Themen abgefragt, mit den sich die SPD in Zukunft stärker beschäftigen soll. Im Rahmen der der Fragebogenaktion konnten die Mitglieder der Stühlinger SPD interessante Gespräche und Diskussionen führen mit den Gästen führen. Mitglieder das Ortsvereins haben sich auch beim Demonstrationszug zum 1. Mai beteiligt.

 

          

Ins Zeug gelegt hatten sich die Mitglieder der Stühlinger SPD. Insgesamt 38 Kuchen wurden von den Mitgliedern gebacken. Originell auch zwei Kuchen mit dem SPD-Logo und der Europafahne. Am Ende war alles verkauft.

 

Am Demonstrationszug des DGB durch den Stühlinger hat sich auch die SPD beteiligt: Auf dem Bild in der ersten Reihe v.l.n.r. SPD-Kreisvorsitzender und SPD-Bundestagskandidat Julien Bender und SPD-Stadträtin Julia Söhne, sowie rechts SPD-Landtagsabgeordnete Gabi Rolland. 

 

Bericht von der Jahreshauptversammlung der Stühlinger SPD

Neumitglieder wollen Verantwortung übernehmen“

Stühlinger SPD wählt 25-köpfigen Vorstand

Die Jahreshauptversammlung der Stühlinger SPD begann wie viele Ortsvereinssitzungen der letzten drei Monaten: Es wurden zwei neue Mitglieder einstimmig aufgenommen. Die konnten dann bei den Wahlen und den Beratungen der Anträge mitstimmen. Seit der Trump-Wahl und verstärkt durch den “Schulz-Effekt“ sind achtzehn neue Mitglieder eingetreten. „Lange war für uns die Zahl 100 eine Hürde, die wir trotz aller Anstrengungen nicht überwinden konnten. Jetzt haben wir sie durch einen Zuwachs von rund 20 Prozent auf 106 Mitglieder locker überwunden“, verkündete der wiedergewählte Ortsvereinsvorsitzende Marko Glaubitz stolz.

So lebendig wie sich im Moment die SPD in der Öffentlichkeit darstellt, so war auch die Jahreshauptversammlung. Dank Mitglied Dr. Uwe Stöhr wurde ein bestehendes Präsentations- und Veranstaltungsmanagementsystem für die Bedürfnisse des Ortsvereins angepasst. Dadurch konnten  bei der Beratung der Anträge die diskutierten Änderungen von den Teilnehmern übersichtlich nachvollzogen werden, bei den Wahlen Stimmzettel mit den vorgeschlagenen Namen schnell erstellt werden sowie die Ergebnisse übersichtlich dargestellt werden und die Präsentationsfolien für die Berichte optimal projiziert werden. In seinem Rechenschaftsbericht für das Jahr 2016 stellte der später einstimmig wiedergewählte Vorsitzende Marko Glaubitz das folgende Zitat des inzwischen verstorbenen Liedermachers Walter Mossmann über den Ortsverein Stühlinger an den Anfang: „… Weil - das muss auch mal gesagt werden - eure Stadtteilarbeit (ich weiß davon vor allem aus Eurem prima Heftchen) mir sehr gefällt und imponiert. Euer Stühlinger Parteiverein hat die politische Klugheit und den Charme der Bürgerinitiativen, wie ich sie verstehe. Kompliment!“. Das Zitat habe sich in den letzten Monaten besonders bestätigt, denn der Ortsverein wird immer öfter von Bürgern mit ihren Anliegen angesprochen, weil sie sich Unterstützung davon versprechen. „Wir greifen das dann in aller Regel auf, wie kürzlich bei dem Übergang über die Engelbergerstraße vor dem Edeka“, so Glaubitz, „und versuchen z. B. entweder direkt oder über die SPD-Gemeinderatsfraktion bei der Stadtverwaltung durch Vorschläge und Anregungen zu einer Lösung beizutragen.“ Gleichzeitig mache der Ortsverein mit den Betroffenen durch Aktionen öffentlich Druck. Nach dem Motto „Wenn die Stühlinger SPD wüsste, was die Stühlinger SPD weiß“ finde man im Ortsverein zu den verschiedenen Themen meist auch Experten, die dann auch bei Problemlösung helfen.

Neben den jährlich stattfindenden Veranstaltungen wie Stühlinger Neujahrsempfang, der Teilnahme an der Maifeier des DGB auf dem Stühlinger Kirchplatz oder dem Gedenken an den versehentlichen deutschen Fliegerangriff auf Freiburg vom 10. Mai 1940 sei es 2016 nach längerer Zeit erstmals wieder gelungen, ein Wochenendseminar zu veranstalten. Dabei hätten sich die Mitglieder des Ortsvereins die Grundlagen der Bauleitplanung erarbeitet, eine erste Positionierung zur Wohnungsbaupolitik vorgenommen, sich zum Thema Rentenpolitik mit Alternativen vertraut gemacht und Konzepte zum eigenen Bundestagswahlkampf erarbeitet. Highlight war auf dem Seminar eine Diskussion mit dem damaligen Chefredakteur und heutigen Herausgeber der Badischen Zeitung, Thomas Hauser, über die „Bedeutung der Tageszeitung für den politischen Meinungsbildungsprozess heute“, gewesen. Schließlich habe der Ortsverein auch wieder vier Ausgaben seiner Stadtteilzeitung Stühlinger MAGAZIN herausgegeben, das immerhin mit einer Auflage von 9700 alle Haushalte im Stühlinger abdeckt. Bei den Wahlen wurde Marko Glaubitz einstimmig als Vorsitzender wiedergewählt und nimmt diese Funktion nun im sechsten Jahr wahr. Ebenso einstimmig wurden Jürgen Kießling für den Bereich Finanzen und Kommunikation sowie Hans-Christoph Stork als Schriftführer gewählt. Bei den Stellvertretern wurden Urszula Piechota und Dr. Philipp Kolb, der sich knapp gegen Dr. Uwe Stöhr durchsetzte, gewählt. Richtig wählen mussten die Mitglieder auch bei den Beisitzern. Obwohl die Versammlung beschlossen hatte, zwanzig Beisitzerinnen und Beisitzer zu wählen (das sind acht mehr als bisher), gab es dafür 22 Bewerberinnen und Bewerber. Ein Stimmzettel war folglich nur gültig, wenn mindestens zehn, aber höchstens 20 Personen angekreuzt wurden. Von den dann gewählten zwanzig Beisitzerinnen und Beisitzer sind sechs erst in diesem Jahr in die SPD eingetreten. Das zeigt für Mark Glaubitz, dass „die neuen Mitglieder aktiv sein möchten und Verantwortung übernehmen möchten.“ Im Vorstand sollen nun mehrere thematische Arbeitsgruppen gebildet werden, die auch für Menschen außerhalb des Vorstandes und der Partei offen sein sollen.

Intensiv wurden auch mehrere Anträge beraten. In einem einstimmig verabschiedeten Antrag wird die SPD-Gemeinderatsfraktion aufgefordert, bei der Stadtverwaltung Freiburg einen Prüfantrag einzubringen, das Gebiet Wentzingerstraße - Lehener Straße - Eschholzstraße – Stühlingerstraße unter Milieuschutz nach § 172 Abs. 1 Nr. 2 Baugesetzbuch zu stellen. In der Begründung heißt es, das genannte Gebiet sei ab 1860 als Arbeiter- und Handwerkerviertel gebaut worden. Zwar seien durch den 2. Weltkrieg viele Häuser zerstört worden, dennoch hätte sich dieses Wohn- und Arbeitsviertel seinen Charakter erhalten. Charakteristisch seien die Blockrandbebauung, die kleinen Läden in den Untergeschossen sowie die Nutzung der Eckhäuser. Es handele sich vornehmlich um Mietwohnungen. Die Wohnumfeldverbesserung der 1980er Jahre hätte den bestehenden Charakter unterstrichen.

Derzeit sei ein erhöhter Verkauf von Häusern mit Mietwohnungen festzustellen. Die Mietwohnungen werden in Eigentumswohnungen umgewandelt, (Luxus-)saniert und anschließend teuer zum Verkauf angeboten. Die angestammte Bewohnerschaft muss dadurch das Viertel verlassen. Es sei eine deutliche Gentrifizierungstendenz festzustellen.

Eine Milieuschutzsatzung und die dadurch eröffnete Zurückstellungen bei der Bildung von Wohnungseigentum eröffne für dieses Gebiet die Möglichkeit, dieses Stadtteilviertel auch für die Zukunft zu erhalten und verträglich zu entwickeln.

In einem weiteren Antrag wurde bei einer Gegenstimme der Vorstand des Ortsvereins Stühlinger beauftragt, ein Positionspapier zur Bebauung des Flugplatzes zu erarbeiten. Das Papier soll vom Vorstand innerhalb von zwei Monaten mehrheitlich beschlossen werden. Es diene dazu, bei den anderen SPD-Gliederungen im Kreisverband die Stimmung zu sondieren und Argumente und Meinungen einzuholen, um das Thema letztlich auf einer Mitgliederversammlung des SPD-Kreisverbandes zu diskutieren und zu beschließen. In der Begründung zu dem Antrag heißt es, dass der Ortsverein auf seinem Wochenendseminar 2016 erkannt habe, dass das Wohnraumproblem Freiburgs nur durch Neubau zu mindern ist. Dafür müssen neue Flächen zur Bebauung erschlossen werden. Dies kann dadurch geschehen, dass Gewerbeflächen umgesiedelt werden, so wie es erfolgreich am Güterbahnhof und an der Kartäuserstraße gelaufen ist, oder durch Ausweisung von bisher unbebauten Flächen. Der Flugplatz Freiburg sei eine zentrumsnahe Fläche, die sich mehrheitlich im Besitz der öffentlichen Hand befindet. Seine Funktion wird in Zukunft nicht mehr benötigt und in nur zwanzig Kilometer Entfernung befinde sich in Bremgarten ein ausreichend großer Flughafen zur Sportfliegerei. Da gewerbliche Pachtverträge langfristig laufen und die Gewerbetriebenden Planungssicherheit brauchen, gilt es, die Bebauung jetzt anzugehen. Nur so ist es möglich, diese Fläche in den nächsten zehn Jahren zu bebauen.

Bei der Diskussion des Antrages positionierten sich bereits mehrere Rednerinnen und Redner für eine Bebauung, doch letztlich waren alle überzeugt, dass man noch einige Detailfragen vor einer endgültigen Positionierung erörtern muss.

Nach fast vier Stunden klang die Jahreshauptversammlung der Stühlinger SPD mit dem gemütlichen Teil aus. Durch die Vielfalt der angesprochenen Themen und die Wahlen war die Veranstaltung für die Teilnehmer dennoch kurzweilig. Nächster wichtiger Termin, gerade auch für Neumitglieder, sei eine geplante Veranstaltung mit dem früheren Ersten Bürgermeister Hansjörg Seeh über sein politisches Lebenswerk. Der Sozialdemokrat feiert in diesem Monat noch seinen achtzigsten Geburtstag, hehörte von 1972 bis 1994 dem Ortsverein Stühlinger an und ist laut dem Vorsitzenden Glaubitz „noch immer ein kämpferischer politischer Redner, der auch junge Menschen politisch mitreißen kann.“

Mitgliederzahl und -struktur: 106, davon 72 % Männer und 28 % Frauen, 41 % im JUSO-Alter (unter 35 Jahren), Durchschnittsalter: 41,8 Jahre, Durchschnittliche Parteizugehörigkeit: 10,7 Jahre

Wahlergebnisse: Vorsitzender: Marko Glaubitz, Stellvertretende Vorsitzende: Urszula Piechota und Dr. Philipp Kolb; Finanzen und Kommunikation: Jürgen Kießling, Schriftführer: Hans-Christoph Stork (alle wie bisher)

Beisitzerinnen und Beisitzer: Dr. Katrin Distler, Raphael Glienke, Verena Gruninger, Wahid Khosrawi-Sardroudi, Gerald Lackenberger, Peter Kesselburg, Lena Przibylla, Viviane Sigg, Ulrike Stein und Dr. Uwe Stöhr (alle wie bisher)
Michael Bonn, Hartmut Determeyer, Raresch Emrich, Ursula Enderlein, Jonas Engesser, Martina Krämer, Joshua Lorenz, Ulrike Maiba, Patrick Schön und Bosiljka Stapar (alle neu)

 

Das neue Stühlinger Magazin ist da

Liebe Stühlingerinnen und Stühlinger,

auch im Stadtteil  ändern sich die Zeiten und neue handelnde Personen treten auf, während andere in den Hintergrund treten. Hansjörg Seeh, der  frühere Erste Bürgermeister der Stadt Freiburg, hat in dieser Funktion und davor als SPD-Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der SPD von 1972 bis 1994 in unserem Stadtteil gewohnt und politisch gewirkt. Am 29. März feiert er seinen achtzigsten Geburtstag. Für uns Anlass, sein Engagement für unseren Stadtteil und darüber hinaus für die Stadt Freiburg zu würdigen.Veränderungen gibt es auch immer wieder bei den Betrieben, meist handelt sich um Anpassungsprozesse. Dabei gilt oft das Motto „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit“. Für den expandierenden Handwerksbetrieb Maise Karosserie- und Fahrzeugbau GmbH wurde das Betriebsgelände in der Egonstraße zu klein. Jetzt hat der Firmeninhaber Karl Treß den Fahrzeugbau an einen neuen Standort nach Umkirch ausgelagert. In die frei werdenden Ressourcen im Stühlinger wird das Unternehmen mit zwei Bereichen expandieren: PKW-Service sowie Plane- und Ledermanufaktur. Wir haben uns vor Ort umgesehen.Veränderungen lösen nicht nur Begeisterung bei Menschen aus. Gerade im Zusammenhang mit Industrie 4.0 wird dies deutlich. In einem Artikel dieser Ausgabe beschäftigen wir uns damit, wie das Thema sich schon heute im Alltag auswirkt und wahrgenommen wird. Schön ist, wenn die Veränderungen im Stadtteil für jeden frei zugänglich dokumentiert werden. Wir haben schon mehrfach über das Projekt „Audioguide“ berichtet, das jetzt zum Abschluss kommt. Mit mp3-Playern können Interessierte in Zukunft durch den Stadtteil wandeln und dabei parallel Informationen über die Geschichte des Stühlingers an den verschiedenen Orten hören. Der Stühlinger wird wachsen. Entlang der Güterbahnlinie ist für das Baugebiet „Stühlinger-West“ der Aufstellungsbeschluss erfolgt. Jetzt kann mit den Planungen begonnen werden. Die Stadtverwaltung hat dazu eine Bürgeranhörung in der Max-Weber-Schule durchgeführt. Das Stühlinger MAGAZIN war dabei. Immer wieder wird im Zusammenhang mit dem Stühlinger Kirchplatz auch die Drogenproblematik diskutiert. Die Ärztin Ursula Enderlein, die mit dem Thema aus eigener Arbeit vor Ort vertraut ist, setzt sich in einem Artikel mit der Problematik auseinander. Die Stühlinger SPD hat in den letzten drei Monaten zwanzig Prozent neue Mitglieder dazu gewonnen. Erst war die Wahl von Trump der Grund, dann der designierte Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz. Das hat zu einer Verstärkung der Aktivitäten der Stühlinger SPD geführt, die wir in unserer Stadtteilzeitung gar nicht mehr abbilden können. Wir lassen aber zwei Mitglieder über ihre Motive zum Eintritt in die SPD zu Wort kommen. Bei so vielen Veränderungen wollen wir die Kontinuität nicht aus dem Auge verlieren: Die Stühlinger Feuerwehr hat auf  ihrer Hauptversammlung demonstriert, dass ihr ehrenamtliches Engagement für unsere Sicherheit ungebrochen ist. Dafür gilt ihr unserer besonderer Dank und natürlich auch eine Berücksichtigung in unserer Berichterstattung.

 

Stühlinger SPD unterstützt Bebauung Stühlinger-West

Artikel erschienen in der Badischen Zeitung:

Positiv sieht der SPD Ortsverein Stühlinger die geplante Bebauung im Bebauungsplangebiet Stühlinger-West, das aus den Gebieten Kleineschholz, Metzgergrün/Bissierstraße und dem Neubau Verwaltungszentrum mit ergänzender Bebauung besteht (Siehe Grafik der Stadt Freiburg). Wie der Vorsitzende Marko Glaubitz in einer Pressemitteilung erläuterte, begrüßt der SPD-Ortsverein die Innenverdichtung in diesem Gebiet. „Wir fordern preiswerten Wohnraum, also sei es bei der Knappheit von Wohnbauflächen in Freiburg nur konsequent, innenstadtnahe Freiflächen für die Wohnbebauung auszuweisen“, hob Glaubitz hervor. Hier sollten entsprechend dem Gemeinderatsbeschlusses 50 % Sozialwohnungen entstehen. Nur so sei gewährleistet, dass auch Krankenpfleger der Uniklinik, die Verkäuferin oder Polizisten in Freiburg auch noch Wohnungen finden. Außerdem müsse das Konzept der Nahversorgung, das den Alt-Stühlinger so beliebt mache, auch hier realisiert werde. „Einkaufen mit kurzen Wegen sei ökologisch sinnvoll und Geschäfte in unmittelbarer Nähe zum Wohnen machen den Stadtteil auch lebendig“, zeigte sich Glaubitz überzeugt.

(Bild: Stadt Freiburg)

 

 

Die Stühlinger SPD hat die 100 gerockt!

Das gab es bei uns noch nie: Auf der gestrigen Ortsvereinssitzung der Stühlinger SPD wurden zehn neue Mitglieder aufgenommen. Seit November 2016 hat unser Ortsverein insgesamt vierzehn neue Mitglieder. Damit ist die Mitgliederzahl von 91 auf 101 hochgeschnellt. Schon oft waren es knap 100 Mitglieder, aber dank des Schulz-Effektes sind es jetzt knapp über 100. Von den zehn neuen Mitgliedern waren sechs auf unserer Ortsvereinssitzung am 2. Februar und wurden, nachdem sie sich vorgestellt hatten, einstimmig aufgenommen.

Die Neuzugänge haben dann sofort auch deutlich gemacht, dass sie sich einmischen wollen, haben fleißig mitdiskutiert und Anregungen gegeben. Gut so! Bei uns ist der Schulz-Effekt schon jetzt nachhaltig.

Gruppenbild mit fünf der zehn Neuen der Stühlinger SPD : Urszula Piechota (Stellvertretende Vorsitzende), Patrick Schön (Neumitglied), Marko Glaubitz (Vor- sitzender), Tim Gritzinger (Neumitglied), Martina Krämer (Neumitglied), Gabi Rolland (Landtagsabgeordnete und stellvertretende SPD-Landesvorsitzende), Moritz Vogel (Neumitglied) und Michael Bonn (Neumitglied).

Auch Jonas Engesser wurde das Parteibuch durch den Vorsitzenden Marko Glaubitz überreicht. Jonas, der Rettungsassistent ist, musste danach aber gleich zum Spätdienst.

 

„Mir geht das Herz auf, wenn ich erlebe, wie positiv die Menschen in meinem Umfeld mich auf die SPD ansprechen, seit Martin Schulz designierter SPD-Kandidat ist“, betonte der Vorsitzende der Stühlinger SPD, Marko Glaubitz, in seiner Begrüßung. Nach der Überreichung der Parteibücher erläuterte er den Unterschied zwischen der Mitgliedschaft in einem Verein und ging auf die Symbolik eines solchen Dokumentes ein. Es enthalte die persönlichen Daten, wichtige Ereignisse in der der Geschichte der SPD, das derzeit gültige Hamburger Parteiprogramm und am Ende des Jahres klebe man die Marke für die gezahlten Beiträge ein. Darüber hinaus symbolisiere es gesellschaftliche Grundentscheidungen.

Die neuen Mitglieder gaben unterschiedliche Gründe an, warum sie beigetreten sind: Die Wahl von Trump, der Populismus der AfD, Martin Schultz natürlich, aber auch: Man wähle schon lange SPD, habe grundsätzlich schon länger mit dem Gedanken gespielt, in eine Partei einzutreten und die aktuelle politische Situation hat den Impuls gegeben, jetzt es doch endlich mal zu tun.

Zentrales Diskussionthema war „Bundestagswahl: Unser Kandidat Martin Schulz“. Als Steilvorlage für den Einstieg diente die allerneueste ARD-Umfrage: 50 % wollen Martin Schulz als Bundeskanzler, 50 % wollen eine SPD-geführte Regierung und die SPD macht einen Sprung von 20 auf 28 %. An der nachfolgenden Diskussion war insbesonder Stefan Hupka interessiert, der das Ressort Reportage/Land & Region Badischen Zeitung leitet. Marko bezog ihn auch in unsere Diskussion mit ein. Wir sind gespannt, was in der BZ stehen wird.

Natürlich haben wir auch noch lokale Themen abgehandelt. Intensiv haben wir über eine Anfrage eines Bürgers aus der Lehenerstraße diskutiert, der uns um Unterstützung für eine Verkehrsberuhigung auf der Lehenerstraße zwischen Eschholzstraße und Fehrenbachallee bat, weil der Verkehrslärm wegen rasender Autos in der Nacht unerträglich sei. In einem mit großer Mehrheit verabschiedeten Antrag wurde der Vorstand aufgefordert, sich bei der Bußgeldbehörde und Gemeindevollzugsdienst für die Einhaltung der bestehenden Geschwindigkeitsbegrenzung einzusetzen und bei der Gemeinderatsfraktion zu beantragen, dass in diesem Bereich zwischen 22 und 6 Uhr Tempo 30 gilt.
 
Am Tag nach unserer Ortsvereinssitzung haben wir wieder ein Neumitglied, d. h. wir haben jetzt 102 Mitglieder.

Wer auch SPD-Mitglied werden möchte, kann das unter folgendem Link

 

 

Stühlinger Neujahrsempfang des SPD Ortsvereins Stühlinger vom 8. Januar 2017

 

Die Akteure des Stühlinger Neujahrsempfanges (v.l.n.r): Marko Glaubitz (Vorsitzender der Stühlinger SPD), Ulrich von Kirchbach (Sozial- und Kulturbürgermeister), Gabi Rolland (Landtagsabgeordnete), Gernot Erler (Bundestagsabgeordneter), Julien Bender (Bundestagskandidat), Andreas Schaps (Musiker) und Dr. Philipp Kolb (Stellvertretender Vorsitzender der Stühlinger SPD).

 

Trotz einer langen Rednerliste war der Neujahrsempfang der SPD Stühlinger SPD kurzweilig. Das lag daran, dass jeder Teilnehmer gebeten wurde, wie jedes Jahr, einen Gegenstand mitzubringen und ihn zum Ausgangspunkt seines Redebeitrages zu machen. Das Motto war diesmal "Ein Gegenstand, der mir in diesen unsicheren Zeiten Orientierung bietet". Musikalisch umrahmt wurden die Redebeiträge von Andreas Schaps, der in seinen Liedern zum Teil auch auf die Redebeiträge einging. Die Gegenstände  waren beim Stühlinger SPD-Vorsitzenden Marko Glaubitz Jonglage-Bälle, die ihm das notwendige innere Gleichgewicht geben und am Ende jonglierte er mit zwei roten Kugeln und einer grüne Kugel für seine Wunschkoalition rot-rot-grün nach der Bundestagswahl. Kultur- und Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach hatte einen Kompass mitgebracht. Landtagsabgeordnete Gabi Rolland ihr Parteibuch, weil die SPD seit 153 Jahren sich für ihre Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität engagiert und dabei nie ihren Namen ändern musste. SPD-Stadträtin Türkan Karakut zeigte einen Olivenzweig, weil sie von ihren internationalen Aufenthalten weiß, dass der Frieden vor Ort geschaffen werden muss. Bundestagsabgeordneten Gernot Erler demonstrierte an seinem kleinen Notizbuch, in das er nicht nur seine Termine festhält, sondern auch wichtige Ereignisse und Einsichten einträgt, dass Orientierung auch ohne Smartphone möglich ist. SPD-Kreisvorsitzenden und Bundestagskandidat Julien Bender zeigte ein Foto von Oma und Nichte, weil sich daran für ihn die Generationengerechtigkeit erläutern lässt. Der Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzenden Philipp Kolb kam mit Kinderwagen und seinen Kinder, weil das für ihn Sinnbild für die Verantwortung, aber auch die Probleme seiner wachsenden Familie ist.  Er erläuterte, dass es für ihn im Moment unmöglich ist, in Freiburg eine Wohnung zu finden.

Natürlich waren die Betrachtung der Gegenstände Ausgangspunkte für den Rück- und Ausblick für die entsprechenden Politikbereiche.

Beim Thema Stühlinger Kirchplatz machte Gabi Rolland als Vorsitzende des Runden Tisches Stühlinger Kirchplatz deutlich, dass trotz der inzwischen erreichten Verbesserungen, sie sich weiterhin für eine personelle Verstärkung des Streetworker-Teams  auf dem Kirchplatz und eine gastronomische Nutzung auf dem Platz  einsetzen werde. Dadurch könne die soziale Kontrolle auf dem Platz weiter verbessert werden. 

 

Auf der Jahreshauptversammlung 2015 der Stühlinger SPD waren die beiden ältesten Mitglieder Adolf Wintermantel† und Leonore Schindler† noch munter dabei, hier mit Marko Glaubitz und Gabi Rolland.

 

Zu Beginn der Veranstaltung würdigte der Ortsvereinsvorsitzende Marko Glaubitz die kürzlich verstorbenen beiden ältesten Mitglieder der Stühlinger SPD mit einer Gedenkminute. Adolf Wintermantel war im Oktober 2016 im Alter von 92 gestorben und gehörte 65 Jahre der SPD an, Leonore Schindler am Neujahrstag 2017 im Alter von 97 Jahren gestorben und war 71 Jahre Mitglied der SPD. Beide waren beruflich bei der Gewerkschaft angestellt. "Sie waren noch unsere einzigen beiden Mitglieder", so Glaubitz in seiner Würdigung, "die Erwachsene waren, als der zweite Weltkrieg zu Ende war".  Sie hätten die politischen Verfolgungen im Nationalsozialismus mitbekommen und sich auch deshalb bewusst nach dem Krieg der SPD angeschlossen, weil sie wollten, dass sich so etwas nicht wiederholt. "Sie waren für uns Jüngeren im Ortsverein Mahnung, wachsam gegen Rechtextremismus zu sein, was gerade bei den aufkommenden populistischen Strömungen wichtig ist".

 

 

 

Die Weihnachtsausgabe des Stühlinger Magazins ist da!

Titelgeschichte. Das neue Rathaus: Mehr Dynamik für den Stühlinger bringen 

Aus der Arbeitswelt. Uniklinik: Ulrike Stein mit ihrer Halbzeitbilanz als Personalrätin / Universität: Marko Glaubitz mit seiner Bilanz als Ersatzpersonalrat /

Leute im Stühlinger. Jörn Seidel betreut das Lebenswerk seines Vaters, dem Maler Erich Seidel / Nicolqas Zimmermann: Restaurierung von Häusern aus der Gründerzeit / Fasnet im Stühlinger: Ribblinghieler Schutzzunft der diesjährigen Freiburger Fasnet /

Aus der Stühlinger Geschäftswelt. Solaris jetzt offiziell zertifiziert / Orchideen-Kalender 2017 bei Digidata / Elektro Bareiss weiter auf Expansionskurs / Gastronomie im Stühlinger: Pizzeria Ochenbrugg: L’italianità del Stühlinger /

Aus dem Gemeinderat. Umbenennung belasteter Straßennamen 

SPD Ortsverein Stühlinger. Trauerrede zum Tode von Adolf Wintermantel / Aktiv gegen Populismus: Vier Neueintritte in die Stühlinger SPD / Gebt dem Populismus keine Chance / Woher kommt die Unzufriedenheit /

Landespolitik. Interview mit Andreas Stoch / Gabi Rolland: Bericht aus dem Landtag /

Bundespolitik. Julien Bender: Gut leben in starken Quartieren / Leben in der digitalen Gesellschaft    

 

 

Für Kontinuität in der Quatriersarbeit im Stühlinger

Stühlinger SPD fordert Wiederbesetzung der Quartiersabeiterinstelle von

Marion Tritschler

Die Stühlinger SPD hat sich auf Ihrer Ortsvereinssitzung am 6. Oktober 2012 über zwei Stunden intensiv über das Thema Quartiersarbeit in Freiburg informiert und darüber diskutiert. Dabei stand natürlich die Quartiersarbeit in der unteren Ferdinand-Weiß-Straße und im Metzgergrün im Mittelpunkt. Wichtig ist es für die Stühlinger SPD, dass die Quartiersarbeiterin-Stelle von Frau Tritschler, die Ende des Monats in den Ruhestand geht, im Sinne einer kontinuierlichen Quartiersarbeit im Stühlinger so schnell wie möglich wieder besetzt werden kann. Dazu hat die Ortsvereinssitzung ein Schreiben verabschiedet, das unser Ortsvereinsvorsitzender, Marko Glaubitz, an Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach übersandt hat und das wir nachfolgend veröffentlichen:
 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister von Kirchbach,

die Quartiersarbeit in der unteren Ferdinand-Weiß-Straße ist eine Erfolgsgeschichte, deren Ergebnisse und Wirkungen deutlich sichtbar und spürbar sind. Ein Eckpfeiler dieses Erfolges ist die Kontinuität der Arbeit, die in diesem komplexen Quartier in den letzten Jahrzehnten von Frau Tritschler vom Nachbarschaftswerk geleistet wurde. Wir fordern Sie daher auf, die Stellenbesetzungssperre, die durch Frau Tritschlers Ruhestand entstünde, wie vom Nachbarschaftswerk beantragt, aufzuheben und die 50% Stelle für die Quartiersarbeit im Stühlinger, zumindest in befristeter Form ab November 2016 bis Ende 2017, wiederzubesetzen.

Der Stühlinger ist wie kein anderer Stadtteil in Freiburg die Verkörperung des Wandels und der damit verbundenen gegenwärtigen Probleme der Stadt Freiburg. Neben der Verwaltungskonzentration sind weitere große Bauvorhaben geplant. Eine der Maßnahmen betrifft die unmittelbare Nähe zum Metzgergrün und der Ferdinand-Weiß-Straße. Durch die intensive Zusammenarbeit der Quartiersarbeit vor Ort mit dem Quartiersrat und den Bewohner*innen im Quartier konnte erreicht werden, dass alle Beteiligten konstruktiv im Dialog mit der Stadtverwaltung Freiburgs blieben. Es gelang eine echte und tragfähige Bürger*innenbeteiligung zu schaffen, die alle Schichten der Gesellschaft vor Ort einbezieht und aktiviert. Ein zeitlicher Bruch von drei oder mehr Monaten würde diese Arbeit nicht nur gefährden, sondern von den Menschen vor Ort als offener Affront angesehen werden. Die Reaktionen aus der Bürger*innenschaft in anderen Stadtteilen im Westen Freiburgs in Bezug auf die städtebaulichen Planungen Freiburgs zeigen deutlich, welches Potential hier auf dem Spiel steht.

Neben der Arbeit mit den Bewohner*innen des Metzgergrüns brauchen auch die vielen anderen aktiven Gruppen aus der unteren Ferdinand-Weiß-Straße eine neue Ansprechperson. Speziell in Zeiten, in denen die Integration von Menschen mit verschiedensten internationalen Wurzeln eine der vordringlichsten sozialen Herausforderungen darstellt, wäre es unverantwortlich, die geleistete Arbeit und das Vertrauen der Menschen aus diesem Quartier aufs Spiel zu setzen.

Aus sozialdemokratischer Sicht ist es daher für uns unumgänglich, der Förderung des Zusammenhaltes der Gesellschaft vor Ort durch eine kontinuierliche Quartiersarbeit einen hohen Stellenwert beizumessen. Ein breites Bündnis im Stadtteil steht leidenschaftlich gemeinsam mit uns hinter dieser Forderung.

Wir sind uns bewusst, dass der Gemeinderat Zeit benötigt, um die Ergebnisse der Evaluation der Quartiersarbeit in Freiburg insgesamt auszuwerten und darauf aufbauend politische Entscheidungen zu treffen. Die SPD Stühlinger wird diesen Prozess konstruktiv und mit Blick auf Bedürfnisse der Menschen und des sozialen Zusammenhalts in unserem Stadtteil begleiten und freut sich auf einen ergebnisoffenen Dialog mit Ihnen. Selbst die Stadtverwaltung hat bereits geäußert, dass vor Ende 2017 keine Maßnahmen in die eine oder andere Richtung erfolgen werden. Wir bitten Sie daher, diesen Konflikt nicht auf dem Rücken der Stühlingerinnen und Stühlinger auszutragen. Geben Sie der Quartiersarbeit im Stühlinger eine Perspektive.

Mit solidarischen Grüßen,

Marko Glaubitz

Vorsitzender
SPD-Ortsverein Stühlinger

 

 

TOWNHALL-Meeting mit Gabi Rolland

 

 

Neujahrsempfang der Stühlinger-SPD

 

Stühlinger Forum zu Verteilungsgerechtigkeit

 
Die Hauptakteure der gut besuchten Veranstaltung v.l.n.r.: Der Vorsitzende der Stühlinger SPD Marko Glaubitz, die Landtagsabgeordnete der SPD Gabi Rolland, die Großrätin im Kanton Basel-Stadt Sarah Wyss, der stellvertretende Vorsitzende der SPD Ralf Stegner und der Professor für Wirtschaftspolitik und Ordnungstheorie Dr. Neumärker
 
Das Thema "Verteilungsgerechtigkeit - Eine Utopie oder doch machbar?" und ein hochkarätig besetztes Podium haben am Mittwoch, den 28.10.2015 knapp 90 Personen  zusammengebracht. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der SPD Ralf Stegner, Sarah Wyss von der schweizerischen SP und Prof. Dr. Neumärker vom Wirtschaftswissenschaftlichen Institut der Uni Freiburg haben das ursozialdemokratische Megathema der Verteilung von Gütern und Vermögen in unserer Gesellschaft eindrucksvoll beleuchtet. Ralf Stegner eröffnete die Veranstaltung mit numerischen Belegen dafür, dass Vermögen und Einkommen in unserer Gesellschaft nicht gleichverteilt sind: die obersten 10% besäßen mehr als 50% des Vermögens in Deutschland. Im Rest Europas sähe ähnlich, wenn nicht noch schlimmer aus. Er machte weiter mit einem starken Plädoyer für eine neue Politik, die vor allem die (Einkommens-)schwächsten in unserer Gesellschaft unterstützt und forderte es auf keinen Fall zu einem neuen Verteilungskampf am unteren Ende der Einkommenspyramide zwischen Leistungsbeziehern und beispielsweise Flüchtlingen  kommen zu lassen. Die gerechte und gleiche Besteuerung aller Einkommen einer Person und die überfällige Überwindung der Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen stellten weitere Eckpunkte seiner Rede dar.
Sarah Wyss gab anschließend eine eindrucksvolle Darstellung der Initiativen und Volksbegehren in der Schweiz und stellte die von maßgeblich mit vorangetriebene "1:12" Initiative vor, mit der 2012 in der Schweiz versucht wurde eine verhältnis-gezogene Einkommensobergrenze in Unternehmen festzulegen. Weiterhin erkläre Sarah Wyss, dass es Zeit, viel Eigenverantwortung und gerechte Medien braucht, damit direkte Demokratie positiv auf eine Gesellschaft wirkt - als negative Beispiele nannte sie das so genannte "Minarett-Verbot" oder die "Ausländer-Stopp"-Initiative aus dem Jahr 2014.
Prof. Neumärker diskutierte im Anschluss Verteilungsgerechtigkeit als "befriedenden" Faktor und als unabdingbare Kernkomponente des gesellschaftlichen  Zusammenhalts. Er plädierte für die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens und begründete dies mit einer Darstellung seiner Experimente mit Studierendengruppen, die in Form von Rollen- und Planspielen immer wieder bewiesen haben, dass eine gerechte Verteilung die treibende Kraft aller Menschen in einer Gesellschaft ist, wenn die Chancen auf Wohlstand und Scheitern gleich verteilt sind. 
 
Die Mensa der Hebelschule war gut gefüllt und die Gäste trugen zu einer sehr informativen Debatte bei.
 
In der anschließenden Diskussion Beteiligten sich mehr als 10 weitere Personen. Die Fragen und Antworten gingen sowohl auf Themen wie die Agenda-Politik der Schröder-Jahre ein als auch auf praktische Wege aus der Ungleichverteilung heraus und die die Erweiterung der Debatte weg von rein finanziellen Betrachtungen und hin zur Einbeziehung von beispielsweise Bildungsgerechtigkeit in Verteilungsfragen.
 
Wir bedanken uns bei allen Gästen und den Referenten für diese schöne Veranstaltung.
 
 
 

Das neue Stühlinger Magazin ist da

In der neuesten Ausgabe des Stühlinger MAGAZIN beschäftigen wir uns zunächst ausführlich mit dem Liedermacher Walter Mossmann .  Er hat u. a. durch seine Lieder, aber  auch durch Unterstützung der Badisch-Elsässischen Bürgerinitiativen durch Wort, Schrift und Rede sehr erfolgreich daran mitgewirkt, dass es heute kein Atomkraftwerk in der Kaiserstuhlgemeinde Wyhl gibt.  Auch später ist er  durch vielfältiges kulturelles und politisches Engagement hervorgetreten, konnte aber in den letzten Jahren wegen einer Kehlkopfkrebserkrankung nicht mehr als Liedermacher auftreten. Am 29. Mai ist er im Alter von 73 Jahren in Breisach gestorben. Ein großer Verlust für das kulturelle Leben in unserer Region.

Walter Mossmann hat am Ende seines Lebens mehr als ein Jahrzehnt im Stühlinger gelebt. Das war Anlass für uns, die frühere Vorsitzende des Bürgervereins Stühlinger, Ursula Grässlin, zu bitten, auf der Grundlage ihrer vielen persönlichen Gespräche mit ihm  über den Lebensweg von Walter Mossmann zu schreiben. In einem Interview haben wir zusätzlich mit Roland Burkhart, Buchhändler und Liedermacher, über seine gemeinsamen Erfahrungen mit Walter Mossmann gesprochen.

Wir sind heute noch auf eine E-Mail von Walter Mossmann stolz, in der er über die politische Arbeit unseres SPD-Ortsvereins schreibt: „… Weil - das muss auch mal gesagt werden - eure Stadtteilarbeit (ich weiß davon vor allem aus eurem prima Heftchen) mir sehr gefällt und imponiert. Euer Stühlinger Parteiverein hat die politische Klugheit und den Charme der Bürgerinitiativen, wie ich sie verstehe. Kompliment!“

Gabi Rolland ist von den Mitgliedern der SPD für die nächste Landtagswahl als SPD-Kandidatin im Wahlkreis 47 mit überwältigender Mehrheit gewählt worden. Sie hat die Grundlagen ihres Erfolgs durch  ihre politische Arbeit im Stühlinger gelegt und ist auch heute noch aktiv in unserem SPD-Ortsverein. Anlass für uns, auf die politische Arbeit von Gabi Rolland  zurückzublicken und andererseits einen Blick auf die Aufgaben der Landespolitik in der kommenden Legislaturperiode zu lenken.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Stühlinger gewaltig verändert. Deshalb haben wir  Bernd Gmelin, der sein Tee-, Mode- und Kosmetik-Geschäft seit 37 Jahren an der Ecke Klara-/Egonstraße betreibt, gebeten, diese Veränderungen aus seiner Perspektive zu beschreiben.

Der Stühlinger Kirchplatz bleibt in der Diskussion. Der Vorsitzende der Stühlinger SPD, Marko Glaubitz, beleuchtet Aspekte der aktuellen Diskussion um den Stühlinger Kirchplatz. Dabei bringt er die bundesweite Diskussion um den kontrollierten Verkauf von Cannabis-Produkten ins Spiel.

Nora Bayer berichtet über Marte Meo, eine Entwicklungswerkstatt im Stühlinger. Marte Meo  ist eine Methode, die Menschen dabei unterstützt, ihre eigenen Kräfte wieder zu entdecken und zu nutzen, um positive Veränderungen bei sich oder im Umgang mit anderen Menschen herbeizuführen.

Einer unserer ständigen Redakteure des Stühlinger MAGAZINs ist jetzt öfters im Rahmen seiner Promotion zu Studienaufenthalten in Fernost. In dieser Ausgabe berichtet er aus Vietnam. Darüber hinaus setzt sich Uwe Stöhr kritisch mit den Schiedsgerichten im transatlantischen Freihandelsabkommen (TTIP) auseinander.

Schließlich berichten wir über die Firma Gehring Bürosysteme, die den Räumen der früheren Akropolis wieder Leben eingehaucht hat, sowie über den Umzug von Ince-Schreibwaren.

 

 

30. Gedenken an den deutschen Fliegerangriff vom 10. Mai 1940 auf Freiburg 

 

Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach richtet seine Worte an die Teilnehmer der Gedenkfeier. Links zu sehen ist Gisela Elmendorff, eine Zeitzeugin, die damals 9 Jahre alt war. Rechts stehen v.l.n.r.: die Landtagsabgeordnete Gabi Rolland, der Russlandbeauftragte der Bundesregierung Gernot Erler und die stellvertretenden Vorsitzenden der Stühlinger SPD Philipp Kolb und Urszula Piechota.

An diesem 10. Mai war es nun 75 Jahre her, dass deutsche Flieger ihre Bomben irrtümlich über Freiburg abwarfen. Die Piloten hatten falsch navigiert und die Freiburger sahen im Anflug deutscher Flieger fataler Weise keinen Grund zu Flüchten. Den bittersten Nachgeschmack allerdings verursachte die damalige Proaganda, die den Angriff den Alliierten zuschrieb und das große Leid der Menschen missbrauchte um die damalige Vergeltungspolitik zu füttern. 57 Menschen ließen ihr Leben, darunter 22 Kinder. 13 dieser Kinder starben auf dem Hildaspielplatz im Stühlinger. Ihnen und allen anderen Opfern dieses Angriffs gedachte die Stühlinger-SPD nun zum 30. Mal seit der Einweihung des Gedenksteins am Hildaspielplatz. Wie jedes Jahr waren auch dieses Mal wieder einige Zeitzeugen zugegen. Gisela Elmendorff, zum damaligen Zeitpunkt 9 Jahre alt, richtete dann auch noch ein paar Worte an die Anwesenden und berichtete vom "Maigewitter", wie sie es damals erlebt hat. Als offizieller Vertreter der Stadt hielt Sozialbürgermeister Ulrich von Kirchbach eine Rede und betonte die wichtige Bedeutung der historischen Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse und das Gedenken daran. 

 

Gernot Erler gibt im Architekturforum am Lederle-Platz tiefere Einblicke in die damalige Zeit und beleuchtet Details der Katastrophe vom 10. Mai 1940

Anlässlich des 30. Gedenktages richtete die Stühlinger SPD im Anschluss an die Gedenkfeier  noch eine Informationsveranstaltung im Architekturforum am Lederle-Platz aus, bei der der Russlandbeauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler, seines Zeichens selbst Historiker, über den geschichtlichen Hintergrund des 10. Mai 1940 referierte und tiefe Einblicke in die Umstände und Erlebnisse der damaligen Zeit geben konnte. 

 

 

Marko Glaubitz startet seine vierte Amtsperiode als Vorsitzender der Stühlinger SPD

 

Der wiedergewählte der Stühlinger SPD, Marko Glaubitz (stehend) bei der
 Jahreshauptversammlung der Stühlinger SPD.

Hochzufrieden war der wiedergewählte Vorsitzende der Stühlinger SPD, Marko Glaubitz, dass der siebzehnköpfige Vorstand der Stühlinger SPD nach der Neuwahl in Bezug auf die Geschlechter im Gegensatz  zu den vorangegangenen Jahren mit  Männerdominanz mit acht Frauen (47 Prozent) und neun Männern (53 Prozent) fast Parität erreicht hat. Dazu haben die Stühlinger Sozialdemokraten das Ausscheiden von vier Vorstandsmitgliedern genutzt: Johannes Vater ist nach Berlin umgezogen, weil er seit Beginn des Jahres in der Grundsatzabteilung des Bundeswirtschaftsministeriums von Sigmar Gabriel in Berlin arbeitet. Dietmar Walter ist beruflich nach Rheinland-Pfalz gezogen. Oberforstrat Armin Jacob ist stärker im Landespersonalrat aktiv. Nach über einem Jahrzehnt, zum Teil sehr intensiver politischer Arbeit, bei der er der Arbeit der Stühlinger SPD sehr viel Impulse gegeben hat, hat er diesmal nicht mehr kandidiert. Auch Anne Reddmann ist aus dem Stühlinger weggezogen.

Die Jahreshauptversammlung der Stühlinger SPD hat neben dem Vorsitzenden Marko Glaubitz, der nun seine vierte Amtsperiode beginnt, alle anderen Vorstandsmitglieder in ihrem Amt bestätigt und auf die vier frei gewordenen Plätze Frauen gewählt: Die Lehrerinnen Ulrike Maiba und Viviane Sigg, die Medizinisch-technische Angestellte (und Personalrätin der Universitätsklinik) Ulrike Stein sowie die Rechtsreferendarin Carolin Wichtermann. 

Unter der bewährten souveränen Leitung von Alexander Simon wurde die Hauptversammlung zügig durchgeführt. Beeindruckend war der Rechenschaftsbericht für die Zeit seit dem März 2014 des Vorsitzenden Marko Glaubitz. Der war selbst überrascht, was ihm beim Zusammenschreiben alles für durchgeführte  Aktivitäten eingefallen sind:

 

13 Ortsvereinssitzungen

11 Politische Stammtische im Babeuf

3 Stühlinger Foren

4 Redaktionssitzungen für das Stühlinger MAGAZIN

4 Ausgaben des Stühlinger MAGAZIN

Von April bis Juli jeweils dienstags und donnerstags Platzbesitzungen des Stühlinger Kirchplatzes mit der Roten Bank

15 Infostände zur Kommunalwahl

2 Rosenaktionen an jeweils drei Infoständen (wir haben insgesamt 400 Rosen verteilt!)

Erarbeitung eines Kommunalwahlprogrammes für den Stühlinger

Weihnachtsfeier 2014

Neujahresempfang 2015

 

Ein großer Schwerpunkt sei der Kommunalwahlkampf gewesen. Auch wenn die Stühlinger SPD nach der Wahl nicht im Gemeinderat direkt vertreten ist, so wären doch alle vier Stühlinger Kandidatinnen und Kandidaten Urszula Piechota, Nora Bayer, Gerald Lackenberger und Marko Glaubitz, so der Stühlinger SPD-Vorsitzende aufgrund ihrer Wahlergebnissen her durch die Bürgerinnen und Bürger als Vertreter des Stadtteils betrachtet worden. „Aber gute Ergebnisse in einem Stadtteil reichen nicht aus“, so Marko Glaubitz. „Für eine erfolgreiche Kandidatur ist man auf zusätzliche Netzwerke angewiesen. Die haben wir diesmal noch nicht gehabt, aber für die nächste Wahl werden wir die Voraussetzungen dafür schaffen!.“

Neben Beratung und Verabschiedung  eines Antrages zur Quartiersozialarbeit referierte unsere Landtagsabgeordnete Gabi Rolland zur Landespolitik. Sie sieht in der Leistungsbilanz der sozialdemokratischen Minister eine gute Voraussetzung, dass in der nächsten Legislaturperiode die jetzige Regierung ihre Arbeit fortsetzen kann. Dann allerdings unter dem Vorzeichen rot-grün.  

Ausbau der Kita-Plätze für unter Dreijährige (da bekommt Freiburg vom Land inzwischen statt vier Millionen vor dem Regierungswechsel zwanzig Millionen), Verankerung der Ganztagsschulen im Grundschulbereich, längeres gemeinsames Lernen in nunmehr 271 Gemeinschaftsschulen, neuer Bildungsplan, Abschaffung der Studiengebühren und Wiedereinführung der verfassten Studierendenschaft markieren aus der Sicht unserer Landtagsabgeordneten nur einige Meilensteine erfolgreicher sozialdemokratischer Bildungspolitik im Land. Für den Stühlinger bezeichnete sie es als schönen Erfolg, dass eine neue Kinderklinik gebaut wird, wobei in diesem Jahr mit dem Architektenwettbewerb begonnen wird.

Das Durchschnittsalter des Vorstandes beträgt nun 42,0 Jahre, während das Durchschnittsalter aller Mitglieder 42,9 Jahre beträgt. Dabei sind aber nicht nur die jüngeren Mitglieder aktiv. Zu Beginn der Veranstaltung hatte unser Vorsitzender Marko Glaubitz auch die beiden ältesten Mitglieder des Ortsvereins begrüßen können: Der  neunzigjährige frühere GdED-Gewerkschaftssekretär und SPD-Stadtrat Adolf Wintermantel und die 95-jährige Leonore Schindler, die aus einer ursozialdemokratischen Familie in Freiburg stammt. Sie berichtete von der gewaltsamen Erstürmung des Freiburger Gewerkschaftshauses, aus dem ihr Vater und sie durch die Nazis gejagt wurden und wie sie nach dem Krieg dort wieder als Sekretärin der IG Metall gearbeitet und außerdem die Freiburger SPD mitgegründet hat.

Nach der Mitgliederversammlung haben wir dann noch den erfolgreichen Abend gemäß unserem Motto „Politik macht Spaß“ gefeiert.                                         

 

 
   

Die beiden ältesten Mitglieder der Stühlinger SPD in der Mitte: Adolf Wintermantel (90 Jahre) und Leonore Schindler (95 Jahre). Umrahmt werden sie durch den Vorsitzenden der Stühlinger SPD Marko Glaubitz und die Landtagsabgeordnete Gabi Rolland.

 

 

 

Das neue Stühlinger MAGAZIN ist da!

 

In dieser Ausgabe handelt die Titel-Story von der Schwierigkeit Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Wir haben dazu eine junge Familie aus dem Stühlinger interviewt um zu sehen wie man es schaffen kann, wo die Politik bereits in der Realität angekommen ist und was man eigentlich noch tun müsste.

 

 

Neujahrsempfang der Stühlinger SPD

Auch in diesem Jahr war der Neujahrempfang der Stühlinger-SPD wieder ein voller Erfolg. Mit dem Thema "Kunst im Stühlinger" wurde nicht nur das letzte Jahr rekapituliert, sondern auch das neue Jahr mit großer Hoffnung begrüßt. Der international erfolgreiche Bildhauer Robert Schad, über den wir bereits in unserem Stühlinger Magazin berichten durften, hat uns als Ehrengast und ehemaliger Stühlinger besucht und für einen interessanten sowie humorvollen Vormittag gesorgt. Alles in allem können wir auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken und freuen uns schon auf das nächste.

 

Zum Thema Kunst "Wenn ich ein Bildhauer wäre, was wäre mein Material". V.l.n.r Landtagsabgeordnete Gabi Rolland, Stellvertretende Vorsitzende des OV-Stühlinger Ulla Piechota und Philipp Kolb, Freiburger Bürgermeister für Kultur, Soziales, Integration und Senioren Uli von Kirchbach, Bundestagsabgeordneter Gernot Erler.

 

Unser Ehrengast Robert Schad im Interview mit Jürgen Kießling. Eine sehr unterhaltsame Zeitreise durch den Stühlinger aus der Sicht eines Künstlers.

 

 

Stühlinger MAGAZIN in neuem Gewand!

 

Innerhalb von vier Wochen hat die Stühlinger SPD zwei Stühlinger MAGAZINe herausgebracht. In der neuesten Ausgabe ist die Veränderung der Bildungslandschaft in Baden-Württemberg die Titelgeschichte. Dabei wird der Blick auch auf die Hebelschule gerichtet, wobei allerdings noch keine Lösung für das Problem aufgezeigt wird, dass die Werkrealschule wohl ein Auslaufmodell ist. Dafür seien die gesellschaftlichen Gruppen im Stadtteil zuständig, wie die MAGAZIN-Macher denken, denn das ergibt sich aus dem Demokratieverständnis der neuen Bildungspolitik. Weiteres Schwerpunktthema ist der Bürgerentscheid über das neue Stadion. Hier hat sich die Stühlinger SPD für ein neues Stadion im Wolfswinkel positioniert, gibt aber keine direkte Wahlempfehlung ab, sondern fordert die Bürger auf, sich zu informieren und zur Wahl zu gehen.

 

 

 

„Vertraut den neuen Wegen!“

Pfarrer Hansjörg Rasch bleibt in Reichweite

Nicht der verklärte Sicht auf die Vergangenheit dominierte den Abschiedsgottesdienst von Pfarrer Hansjörg Rasch, der nach 31 Dienstjahren in der Seelsorgeeinheit Stühlinger Ende Juli in den wohlverdienten Ruhestand  geht, sondern der optimistische Blick nach vorn. Die Stimmung in der überfüllten Herz-Jesu-Kirche war fröhlich und als Pfarrer Rasch in seiner Predigt voraussagte, dass in ökumenischen Gottesdiensten bald das gemeinsam das Eucharistiefest gefeiert wird, brandete gewaltiger Beifall auf.

Pfarrer Rasch bekam viel Beifall für seine Voraussage, dass im ökumenischen Gottesdienst bald gemeinsam das Eucharistiefest gefeiert wird.

Rasch betonte, er sei sehr gerne Pfarrer gewesen, wobei es immer sein Anliegen bei den heutigen veränderten Rahmenbedingungen gewesen sei, den Altar zu den Menschen zu rücken. Glauben sei nichts für schlecht gelaunte Gesichter, sondern für fröhliche Gesichter. In seiner Tätigkeit als Pfarrer gab es freudige und traurige Momente, so wie das Leben eben sei. Nach rund zwölftausend Eucharistiefesten, die er in der Seelsorgeeinheit Stühlinger gefeiert habe,  könne er voller Überzeugung  sagen: „Ich bereue im Rückblick keinen Moment in meiner Arbeit.“  Pfarrer Rasch strömte Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft aus, was auch am Ende seiner Predigt deutlich wurde, als er das das Lied „Vertraut den neuen Wegen“ anstimmte und die Gottesdienstbesucher kräftig mitsangen.

Die Seelsorgeeinheit Stühlinger schenkte Pfarrer Rasch ein Bildcollage vom Besuch des Papstes Benedikt in Freiburg.

Die Landtagsabgeordnet Gabi Rolland, die Pfarrer Rasch seit 2001 kennt und seit 2004 mit ihm im Runden Tisch Stühlinger Kirchplatz zusammenarbeitet hob seine Offenheit und seinen steten Blick über den Tellerrand hervor. Er sei ein kritischer Geist, auch in kirchlichen Fragen. Sie zog eine Verbindung von seiner Unabhängigkeit im Denken und Handeln zu seiner engen Zusammenarbeit mit der verstorbenen Ehrenbürgerin der Stadt Freiburg Gertrud Luckner her, die im Dritten Reich viele jüdische Mitbürger vor den Nazi-Schergen schützt und in Sicherheit brachte, und die von 1943 bis 1945 im KZ Ravensbruck interniert war und 1945 auf einem Todesmarsch nur wegen der Befreiung durch die sowjetischen Armee dem Tod von der Schippe sprang. Hansjörg Rasch hatte als Assistent Getrud Luckner bei der Herausgabe der Freiburger Rundbriefe unterstützt, die als Zielsetzung den Gedankenaustausch zwischen Christen- und Judentum beförderte.  Gabi Rolland wünschte Hansjörg Rasch, der zukünftig an der Grenze zum Stühlinger wohnen wird weiterhin Schaffenskraft und vor allem Gesundheit. Da Hansjörg Rasch das Pfarrer i. R. als Pfarrer in Reichweite verstehe, wünschte sie sich für die Zukunft noch viele Begegnungen für sich persönlich und für die Menschen im Stadtteil mit ihm.

Den Blick über den Tellerrand und den kritischen Geist, aber auch die Freundlichkeit und Offenheit von Hansjörg Rasch hob die Landtagsabgeordnete Gabi Rolland in ihrer Ansprache hervor.    

 

 

Große Stühlinger Platz-Putzete

Ein klein bisschen Volksfest war es dann schon, als nach getaner Abend die von der Metzgerei Hügle gespendeten Würstchen gegrillt und kostenlos verteilt wurden. Der Runde Tisch „Stühlinger Kirchplatz“ hatte zur Platz-Putzete aufgerufen und viele Bürgerinnen und Bürger kamen. Auch die Stühlinger Feuerwehr rückte mit ihrem Feuerwehrauto und in Mannschaftsstärke an. „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir auch  einen Beitrag leisten, wenn durch ehrenamtliches Engagement die Situation auf dem Stühlinger Kirchplatz verbessert wird!“ machte deren Gruppenführer Michael Reinmuth deutlich.   Vertreter des Bürgervereins Stühlinger, des Ferdinand-Weiß-Hauses, des Freundeskreises der anonymen Alkoholiker mit Armin Schilling an der Spitze und die CDU Stühlinger halfen mit den Platz von Abfall und Unrat zu säubern.  Stark war die  Stühlinger SPD neben ihrem Vorsitzenden Marko Glaubitz stark vertreten mit Anne Rühl, Viviane Sigg, Michael Fischer, Hans-Christoph Stork, Sonja Steiert, Peter Kesselburg, Jürgen Zinnel, Alexander Bangert, Dietmar Walter und Jürgen Kießling vertreten.   Vorsitzender Glaubitz hatte als Mitglied des Runden Tisches Stühlinger Kirchplatz die Aktion gemeinsam mit der ASF (Abfallwirtschaft und Stadtreinigung Freiburg GmbH) logistisch vorbereitet.Im Vorfeld kümmerte er sich um die Werbung, wobei der Lavori-Verlag und die Druckerei Weis den kostenlosen Druck der Plakate und Hinweisblätter übernahm. Er managte auch den Ablauf der Platz-Putzete und stand schließlich mit Ernst Allgaier auch am Grill, um die leckeren Grillwürste der Metzgerei Hügle und die Getränke von Edeka zu verteilen.

 

        

Keine Ecke wurde ausgelassen. Auch die Stühlinger Feuerwehr war in Mannschaftsstärke angerückt und am Grill ging es rund mit Marko Glaubitz und Ernst Allgaier am Grill

 

Spätestens zu diesem Zeitpunkt kam dann auch ein bisschen Volksfeststimmung auf. Aufgelockert wurde das Treiben dann auch noch durch die Jugendfeuerwehr, die mit einer Löschübung ihre Einsatzbereitschaft demonstrierte.

 

 

Kommunalwahl 2014: Ein großes Dankeschön

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit großen Zielen und einem vollen Aktionskalender haben wir uns in den Kommunalwahlkampf gestürzt und dabei viel mehr als nur viele Ihrer Stimmen gewonnen. Die durchweg positiven Erlebnisse und spannenden Begenungen werden uns in Erinnerung bleiben und eine gute Basis für unser weiteres Engagement sein. Unser Motto hat sich voll erfüllt: "Politik macht Spaß".

Leider hat es für unsere Stühlinger Kandidatinnen und Kandidaten nicht ganz für einen Sitz im Gemeinderat gereicht, aber welchen Zuspruch unsere "Vier für den Stühlinger" aus dem Stand bei ihrer ersten Kandidatur erfahren haben macht Mut und macht uns stolz. Wir möchten uns für das große Vertrauen bedanken und versichern Ihnen, dass wir uns auch weiter mit vollem Einsatz für Sie und den Stühlinger einsetzen werden.

Marko Glaubitz, Urszula Piechota, Gerald Lackenberger und Nora Bayer im Namen des Ortsvereins Stühlinger

 

 

 

Pressemitteilung zu der Aktion

Wie viele Bürgerinnen und Bürger ist auch die Stühlinger SPD unzufrieden mit der Situation auf dem Stühlinger Kirchplatz. Nach ausführlicher Information und Beratung sind die Stühlinger Sozialdemokraten überzeugt, dass es ohne aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils letztlich zu keiner befriedigenden Lösung des Problems kommt. Es sei eindeutig die Aufgabe der Polizei, bei gewalttätigen Übergriffen, einzugreifen und durch verstärkte Kontrollen präventiv Gewalttätigkeiten entgegenzuwirken. Der Polizeiposten Stühlinger in Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier Nord tue dies mit großem Engagement. Für den Vorsitzenden der Stühlinger SPD, Marko Glaubitz, „ist die polizeiliche Kontrolle zwar notwendig, aber nicht hinreichend, um gewalttätige Übergriffe auf Menschen zu verhindern. Hinzukommen müsse aber auch die soziale Kontrolle durch die Bürgerinnen und Bürger im Stühlinger.“ Das würde, wenn der Platz von Studenten zum Liegen, Lesen und Ballspielen sowie von Kindern auf dem Kinderspielplatz tagsüber genutzt würde, einigermaßen funktionieren. Wenn diese Nutzung ab den Spätnachmittag beendet ist, sei dies nicht mehr der Fall und dann komme es zu der allseits kritisierten Situation auf dem Platz. „Die Schlussfolgerung für uns“, so Glaubitz, „ist, dass wir als Bürgerinnen und Bürger des Stühlinger in den frühen Abendstunden  selbst den Platz nutzen!“ Dabei wird die Stühlinger SPD mit gutem Beispiel vorangehen. Jeden Dienstag und Donnerstag werden sich die Mitglieder des Ortsvereins mit ihrer mobilen „Roten Bank“ sich vor der Treppe der Herz-Jesu-Kirche treffen und ihre Diskussionen statt in einem Hinterzimmer, im Freien auf dem Stühlinger Kirchplatz veranstalten. „Da jeder seine eigene Sitzgelegenheit mitbringen soll, ist dies für uns eine Platz Besitzung. Mit dieser Form von Veranstaltung wird der Stühlinger Kirchplatz auch in den frühen Abendstunden seinem eigentlichen Sinn zugeführt: Plätze in der Stadt sind Raum für Begegnung der Menschen“, erklärt Glaubitz. Besonders freuen würde es Glaubitz wenn andere Gruppierungen, Parteien und Vereine im Stadtteil dem Beispiel der „Platz Besitzung“ durch die Stühlinger SPD folgen würden. Erstmals werden sich die Stühlinger SPD am Dienstag, den 29. April in der Zeit von 18 bis 21 Uhr und dann jeden Dienstag und Donnerstag zur selben Zeit. Anwohner aus dem Stadtteil sind ebenfalls herzlich eingeladen.

 

 

 

Gedenken an den 10. Mai 1940

Wie jedes Jahr seit Einweihung des Gedenksteines 1985 auf dem Hildaspielplatz hat die Stühlinger SPD auch dieses Jahr am 10. Mai der Toten des versehentlichen deutschen Fliegerangriffs vom 10. Mai 1940 gedacht. In einer Ansprache wies der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Stühlinger, Marko Glaubitz, darauf hin, dass er im Alter von dreißig Jahren in seinem bisherigen Leben nur Frieden genossen und weder Krieg noch Vertreibung am eigenen Leib habe spüren müssen.

Das sei aber nicht selbstverständlich. „Gerade wenn man diese schrecklichen Erfahrungen nicht gemacht habe, sei es wichtig auch an die dunklen Kapitel unserer Geschichte zu erinnern“ ist Glaubitz überzeugt.  Dazu brauche es Orte wie den Gedenkstein am Hildspielplatz, auf dem sinnlos 13 unschuldige Kinder ihr Leben lassen mussten, durch deutsche Bomben aus deutschen Flugzeugen. Der 10. Mai stellt dabei auch ein Beispiel für die perfide Propaganda der Nazis dar, die den Angriff den Alliierten zuschrieben und die Trauernden missbrauchten mit Schlagzeilen, wie „feiger Angriff der Alliierten“ oder  „Deutsche Mütter klagen an!“.

Auch heute sei die Welt nicht überall friedlich. Gerade im Lichte trauriger Ereignisse, wie dem 10.Mai 1940 und den Jahrestagen des Beginns der zwei katastrophalen Weltkriege im 20. Jahrhunderte, sei es wichtig, dass wir nicht weg schauen, und unsere Verantwortung denen gegenüber, die wegen Kriege wie in Syrien ihre Heimat verlassen und fliehen müssen, ernst nehmen. „Wir müssen Flüchtlingen die Chance geben hier anzukommen und sich in die Gesellschaft einzubringen. Wir müssen sie aufnehmen und als Bereicherung begreifen“, forderte Glaubitz. Dazu brauche es gute Be

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